K-i-E® Commitment-Prozess

Gemeinsam getragene Entscheidungen

Commitment bedeutet Identifikation, selbst gefühlte Verpflichtung, Loyalität und Engagement für ein Thema, eine Aufgabe, ein Projekt, Team oder die gesamte Organisation. Das Commitment ist somit ein wesentlicher Grundbaustein für Erfolg schlechthin und hat deutlichen Einfluss auf die Steuerung und Kontrolle. Menschen, Mitarbeiter und vor allem Experten geben ihr Commitment nur dann, wenn sie selbst vom Erfolg und der Tragfähigkeit der Unternehmung überzeugt sind.

Der Commitment-Prozess forciert in einem klaren Vorgehen eine 100-prozentige Beteiligung und Mitwirkung. Dies führt in einer kooperativen Umgebung zu gemeinsam getragenen Entscheidungen. Die einfach strukturierten Phasen sind Verständnis, Grad des ersten Commitments, Herausarbeiten der Vorbehalte, anschließend Transformation in geeignete Maßnahmen und finales Commitment.

Entscheiden ist die Kerntätigkeit des Führens. Gemeinsam getragene Entscheidungen bedeuten die Königsdisziplin des Führens und Geführt-Werdens. Ein angemessenes Sicherheitsdenken und eine gleichzeitige Einbindung und klare Abgrenzung von Bedenkenträgern als auch von Erfolgserzwingern weisen den Erfolgsweg. Entscheidungen werden in angemessener Zeit getroffen bei gleichzeitig wachsendem Verständnis und zunehmender Freude.

Der Commitment-Prozess findet Anwendung für alle Besprechungen, Gesprächssituationen, Klausuren, Foren und Change-Projekte. Es lassen sich auch Teilaspekte beleuchten, um eine Situationseinschätzung für alle klar aufzuzeigen. Letztendlich zielt der Prozess darauf, eine Kultur von Sicherheit für Commitments aufzubauen.

Der Commitment-Prozess zeigt seinen größten Nutzen in standardisierten Regelmeetings, jedoch entfaltet sich seine Wirkung sehr demonstrativ für einzelne gerade kritische Entscheidungsbedarfe vor allem unter der Moderation eines Coachs.

Bewährt hat sich der Einsatz bei mehrstufigen Standardprozessen. Damit werden sichere Commitments erreichbar wie Lieferergebnisse im Briefing-Prozess, Team-Entscheidungen in agilen Entwicklungsprozessen (Scrum), Abnahme von Lieferergebnissen und Teillieferungen in Studien und Projekten. Das führt zur Akzeptanz letztendlich aller Zieldefinitionen und der Coaching-Ziele.

Das Ziel gemeinsam getragener Entscheidungen wird in einem klaren Prozess erreicht. Vorbehalte, Risiken und verborgene Konflikte werden in frühen Phasen sichtbar. In späteren Phasen, wenn bereits erhebliche Investments getätigt worden sind, wären Kosten- und Aufwandssteigerungen und Verzögerungen die Folge. Der Commitment-Prozess bindet alle Teilnehmer ein, und der Prozess forciert, dass sich alle äußern und einen bewertbaren Standpunkt einnehmen.

Divergierende Sichtweisen werden gleich zu Beginn sichtbar und durch Beteiligung und Mitwirkung aller einer gemeinsamen konstruktiven Lösung zugeführt. Eine schnelle, offene Situationseinschätzung zeigt auf, wie weit das Commitment in diesem Gremium zu erreichen ist. So wird ein Scheitern in späteren Phasen unwahrscheinlich, und Optionen, die aus Zeit- oder Ressourcenmangel taktisch erzwungen wurden, werden weitgehend verhindert.

Der Schutz vor Misserfolg, der Vorbehalten und Risiken innewohnt, wird wertgeschätzt und in einem Transfer-Prozess zu Erfolgsfaktoren gewandelt. Die selbstentstehende Dokumentation ermöglicht klare und offene Kommunikation, einfache Wiederaufsetzpunkte nach Unterbrechungen und dient der einfachen Nachverfolgung und gezielten Nachsteuerung. Die klare und akzeptierte Struktur erlaubt eine iterative Durchführung ohne vollständige Teilnahme und Verfügbarkeit des Expertenwissens.

Die zwingende innere Logik führt zum Ziel und macht den Commitment-Prozess zu einem soliden robusten Tool, das mit Unschärfen und unterschiedlichen wie auch widrigen Situationen gut zurechtkommt.

Mit dem Commitment-Prozess entsteht ein selbstorganisierter Prozess, der eine Kultur von Offenheit, Verbindlichkeit, Ehrlichkeit, Sicherheit und gemeinsam getragenen Commitments wachsen lässt, ohne dies zu erzwingen.

Es wird empfohlen, den Commitment-Prozess nur in Verbindung mit einem Change-Prozess mit Rückendeckung als Auftrag mit klarer Zielvereinbarung des Verantwortlichen einzuführen. Denn der Commitment-Prozess deckt die Versäumnisse der Vergangenheit und deren Verursacher auf. Starre Bedenkenträger, ausweichende Verantwortungsscheue, selbstverliebte Grundsatzverhinderer, blockierende Risikovermeider als auch forcierende Erfolgserzwinger verlieren an Einfluss. Dieser Verlust der bevorzugten Beeinflussungsstrategie führt zuweilen zu erheblichen Wiederständen.

Mit einer angemessenen Einführungsphase und einem Augenmaß zwischen Prozesstreue und gesundem Menschenverstand erreicht man in einem sicheren Prozess gemeinsam getragene Entscheidungen.

Referenz

„Wir erreichten in einem eCommerce-Projekt mit 60 Teammitgliedern für die Projektziele mit Zeit, Aufwand, Funktionalität in wenigen Workshops von wenigen Stunden ein gemeinsam getragenes Commitment. Auf dieser Basis wurde das Projektziel erreicht.“
Projektmanager Re-Design Shopsystem

„Mit der Einführung des K-i-E Konzepts und des K-i-E Commitment-Prozesses konnten wir die Entscheidung im Regelmeeting von 2 auf 5 steigern. Seither ist es leicht und macht dazu noch Freude.“
Leiterin Immobilienmanagement